Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Marsupilami

Originaltitel: Marsupilami
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Belgien, Frankreich
Länge: 01:23:25 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Philippe Lacheau
DarstellerInnen: Philippe Lacheau (David Ticoule), Jamel Debbouze (Pablito Camaron), Tarek Boudali (Ricky Salsa), Élodie Fontan (Tess), Julien Arruti (Stéphane Buisson)
Verleiher: Panda Lichtspiele Filmverleih GmbH

Inhalt: Die Eltern von Léo (Corentin Guillot) liegen seit ihrer Trennung im Dauerclinch. Mutter Tess (Élodie Fontan) ist dauergenervt vom teenagerhaften Verhalten ihres Exmanns David (Philippe Lacheau), der von einem Missgeschick ins nächste Unglück und zurück stolpert. Sohn Leo, der ständig zwischen die Fronten gerät wünscht sich sehnlichst, dass sich die beiden endlich wieder vertragen. Als David, der in einem Tiergarten arbeitet, volltrunken gegen eine Trafostation „pinkelt“ und einen Kurzschluss auslöst, der die Tierkäfige öffnet, stellt ihm sein Chef, der zwielichtige Jeffrey Malone (Jean Reno) ein Ultimatum. Entweder er lässt sich auf eine illegale Mission ein oder er wird den Hyänen zum Fraß vorgeworfen. Um das Paket, das er in Südamerika abholen soll, möglichst unauffällig schmuggeln zu können, schenkt er Frau und Sohn Tickets für die von seinem Boss verordnete Kreuzfahrt. Auf dem Schiff sorgen Davids einfältiger Kollege Stéphane, ein eitler Ex-Popstar und ein Tierschützer auf geheimer Mission für weiteres Chaos ...

Alterskennzeichnung: Im Gegensatz zu den „Marsupilami“ Zeichentrickfilmen, bei denen die „Hubba“-rufenden Wesen durchaus eigene Agenden hatten und die Distanzierung schon durch die 2-D Machart einfacher war, handelt es sich hier um einen Realfilm. Das einzig vorkommende Kind hat kaum Szenen, in denen es als eigenständiges Subjekt agieren darf. Der Bub wird meist rumgeschubst oder steht im Weg und gerät daher zwischen die Fronten. Mal sind es seine sich „befetzenden“ Eltern, mal gegeneinander kämpfende Protagonist/innen: Niemand nimmt Rücksicht auf das Kind, das deshalb immer wieder Rempler oder gar einen Faustschlag abbekommt. Die wenigen frohen Momente, in denen es sich mit dem Marsupilami, das im ganzen ersten Drittel des Films nur als hart umkämpftes Ei vorkommt, vergnügen darf, enden jeweils unerwartet und abrupt. Und zudem schaut das Marsupilami zwar süß aus, sein langer Schwanz ist aber in erster Linie als Kampfmaschine im Einsatz.
Den recht langen Spannungsbögen, den bedrohlich wirkenden Söldnern, einem fast explodierenden Auto und zahlreichen körperlichen Auseinandersetzungen steht während hundert langer Minuten, wenig Entlastendes entgegen. Die Kommission hat zudem diskutiert ab welchem Alter Kinder den meist zynischen Brachialhumor des Films erkennen können und wie desorientierend kleine Kinder einen Film erleben, in dem Erwachsene entweder böse oder dumm sind. Das Ergebnis war nahezu einstimmig und die Kommission hat sich mit deutlicher Mehrheit für eine Freigabe ab 8 Jahren ausgesprochen.

Positivkennzeichnung: keine

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